Samstag, 22.06 // Hamburg–Singapur
Sanft schnarchen die Indonesier über Delhi. Beruhigend in ruckelnden Bewegungen schwebt das Flugzeug über den Wolken dem Etappenziel Singapur entgegen. Und mir? Mir tut mein Arsch weh, alter Verwalter. Unbedingt beachten: bis zum Rückflug muss da mehr Sitzfleisch ran gegessen werden. Ja, noch mehr!
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| Bye bye Hamburg! |
Sonntag, 24.06. // Canggu, Eco Beach
CANGGUU, 00:30
Endlich Bali. Es ist dunkel, die Hunde bellen, die Hähne krähen, wir werden von herunterfallenden Pflaumen attackiert, aber endlich Bali. Stunden zuvor begrüßt uns Frau Neill mit einem strahlenden Lächeln und einem Schrei, der ¾ von Asien in Aufruhr versetzt, in Singapur. Das Gepäck versorgt geht es erstmal, natürlich, zu einem Drink. Bei 90 % Luftfeuchtigkeit feiern wir unser Wiedersehen mit Harry’s Bier, einer Zigarette und natürlich dem Magic Mushroom.
Julie fliegt ab, Anna und Sandra bleiben zurück am Flughafen mit den wohl hässlichsten Teppichen der Welt. Kaffee, Kuchen, Prosecco und Fressen später sitzen wir am Gate und schauen Boybands, die wie Girlbands aussehen, zu. Und ich für meinen Teil liebe das hier jetzt schon. Sie sind alle so groß wie ich. Nein, kleiner. Ich bin der Dirk Novitzki von Indonesien.
Im Flugzeug die Erkenntnis, wir sprechen perfekt Indonesisch, der Pilot sagt: Meine Damen und Herren, blablabla, landen, tschüß. Besser als 32 Centigrade! Am Denpasar’ Flughafen will man mir den kleinen Gin abluchsen, aber nichts da, I need it. Wir kommen raus und wer steht mit Willkommensschild da: Frau Neill! Auf die Gute wurde vergessen und so wartete sie brav mit dem Abholservice 3 Stunden auf uns. Unser Chauffeur, liebevoll Clawfinger getauft bringt uns mit kreativer StVo-Interpretation sicher ans Ziel. Hier sitzen wir nun, nach 28 Stunden Anreise, beim 5. Gin Tonic und schöner als hier kann’s im HImmel gar nicht sein. Schorsch, der Gecko frisst die Moskitos und wir stimmen an zum: Da simma dabei, das is prima, Viva Balinesia!
Nachtrag: Cortison Creme eignet sich nicht als Zahncreme. Bäh!
Zitat: Wieviele Scheiß-Früchte kann so ein Baum eigentlich haben? Irgendwann ist das Kontingent doch aufgebraucht.
Endlich Bali. Es ist dunkel, die Hunde bellen, die Hähne krähen, wir werden von herunterfallenden Pflaumen attackiert, aber endlich Bali. Stunden zuvor begrüßt uns Frau Neill mit einem strahlenden Lächeln und einem Schrei, der ¾ von Asien in Aufruhr versetzt, in Singapur. Das Gepäck versorgt geht es erstmal, natürlich, zu einem Drink. Bei 90 % Luftfeuchtigkeit feiern wir unser Wiedersehen mit Harry’s Bier, einer Zigarette und natürlich dem Magic Mushroom.
Julie fliegt ab, Anna und Sandra bleiben zurück am Flughafen mit den wohl hässlichsten Teppichen der Welt. Kaffee, Kuchen, Prosecco und Fressen später sitzen wir am Gate und schauen Boybands, die wie Girlbands aussehen, zu. Und ich für meinen Teil liebe das hier jetzt schon. Sie sind alle so groß wie ich. Nein, kleiner. Ich bin der Dirk Novitzki von Indonesien.
Im Flugzeug die Erkenntnis, wir sprechen perfekt Indonesisch, der Pilot sagt: Meine Damen und Herren, blablabla, landen, tschüß. Besser als 32 Centigrade! Am Denpasar’ Flughafen will man mir den kleinen Gin abluchsen, aber nichts da, I need it. Wir kommen raus und wer steht mit Willkommensschild da: Frau Neill! Auf die Gute wurde vergessen und so wartete sie brav mit dem Abholservice 3 Stunden auf uns. Unser Chauffeur, liebevoll Clawfinger getauft bringt uns mit kreativer StVo-Interpretation sicher ans Ziel. Hier sitzen wir nun, nach 28 Stunden Anreise, beim 5. Gin Tonic und schöner als hier kann’s im HImmel gar nicht sein. Schorsch, der Gecko frisst die Moskitos und wir stimmen an zum: Da simma dabei, das is prima, Viva Balinesia!
Nachtrag: Cortison Creme eignet sich nicht als Zahncreme. Bäh!
Zitat: Wieviele Scheiß-Früchte kann so ein Baum eigentlich haben? Irgendwann ist das Kontingent doch aufgebraucht.
| Der Baum, der uns mit Früchten attackierte. |
ECHO BEACH, 15.30
Der erste richtige Bali-Tag beginnt wie vorgesehen: teilweise über der Kloschüssel, embryonal gestellt im Bett, mit Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen. Muss an der Hitze und der feuchten Luft liegen Es ist ja nicht so, als hätten wir gestern eine Flasche Gin geleert. Oh warte. egal. Beim späten Frühstück liest uns Nunung jeden Wunsch von den kleinen Augen ab, vor allem Anna wird ihrem Königinnen-Status gerecht. Die Balinesen liegen Frau Bischoff. Am Strand stolzieren die Bali-Boys, ich leg mich erstmal schlafen.
So, zwei Tage hier und schon den Pilz-Dealer ausgemacht. Nunung, unser immer hysterisch gut gelaunter Hotelmanager wird hellhörig, als Anna “Magic Mushrooms” ausspricht. Plötzlich springt er wie ein Flummi auf und ab und quietscht was von crazy und dass er ja angeblich vor Jahren damit aufgehört hätte. Wir haben da so unsere Zweifel. Jedenfalls bietet er sogleich an, morgen einen mitzubringen und ihn Anna ins Omelette zu schnibbeln. Mahlzeit.
| Eco Beach |
| Der Krebs Nepomuk |
| I want to be a millionaire, so freakin' bad |
Montag, 25.06. // Kuta
Senile Bettflucht. Nicht zu fassen. Um 05.30 geht’s los in die Wellen.
Die Stunden bis dahin vertreibe ich mir mit lauschigem Hahn-Gekrähe und
Annas Schnarchvariationen, gezählte 7 an der Zahl.
Irgendwas haben die bei der Einteilung falsch verstanden, ich sitze mit lauter Surfkönnern im Bus. Ich, die nicht mal weiß, wie lang so ein Brettl eigentlich ist. Am ersten Spot Babywellen, Sandra freut sich, aber nix da. Wir fahren zum nächsten Spot, ich schaue aufs Wasser und sehe Felsen, überall! Ernsthaft? Man soll einfach nach links reiten … als ob ich lenken könnte. Gottseidank komme ich nie in die Nähe der Felsen, der Sturz folgt jedesmal früher. Das Wasser hat 25°C, die Guides frieren wie in der Nordsee, ich zeige bei jeder Spülung meine Geschlechtsteile (unfreiwillig) und bin, verglichen mit dem letzten Mal, einfach unglaublich gut. Zugegeben, verglichen mit den anderen erinnere ich eher an Kelly Bundy als Kelly Slater, aber egal, gibt ja kein Fotomaterial.
Nachmittagstrip nach Kuta. In altbekannter Manier latschen wir zielsicher durch die Opfergaben. Schlechtes Kharma, welches sich heute Nacht noch rächen sollte. Wir kaufen keinen Riesen-Holzpenis, keinen Schildkrötenpaner mit Peniskopf und lernen auch keine Kuta-Cowboys kennen. Schade eigentlich.
Der Abend ist schnell vorbei, die Nacht dafür auch. Die Götter schicken uns für unseren Frevel zwei krähende Hähne, bellende Hunde, singende Nachbarn und aufs Dach fallende Pflaumen. Schlafen ist auf Bali ohnehin völlig überbewertet.
Irgendwas haben die bei der Einteilung falsch verstanden, ich sitze mit lauter Surfkönnern im Bus. Ich, die nicht mal weiß, wie lang so ein Brettl eigentlich ist. Am ersten Spot Babywellen, Sandra freut sich, aber nix da. Wir fahren zum nächsten Spot, ich schaue aufs Wasser und sehe Felsen, überall! Ernsthaft? Man soll einfach nach links reiten … als ob ich lenken könnte. Gottseidank komme ich nie in die Nähe der Felsen, der Sturz folgt jedesmal früher. Das Wasser hat 25°C, die Guides frieren wie in der Nordsee, ich zeige bei jeder Spülung meine Geschlechtsteile (unfreiwillig) und bin, verglichen mit dem letzten Mal, einfach unglaublich gut. Zugegeben, verglichen mit den anderen erinnere ich eher an Kelly Bundy als Kelly Slater, aber egal, gibt ja kein Fotomaterial.
Nachmittagstrip nach Kuta. In altbekannter Manier latschen wir zielsicher durch die Opfergaben. Schlechtes Kharma, welches sich heute Nacht noch rächen sollte. Wir kaufen keinen Riesen-Holzpenis, keinen Schildkrötenpaner mit Peniskopf und lernen auch keine Kuta-Cowboys kennen. Schade eigentlich.
Der Abend ist schnell vorbei, die Nacht dafür auch. Die Götter schicken uns für unseren Frevel zwei krähende Hähne, bellende Hunde, singende Nachbarn und aufs Dach fallende Pflaumen. Schlafen ist auf Bali ohnehin völlig überbewertet.
| Tempeeingang in Kuta |
| Es wird geopfert was das Zeug ält. |
Dienstag, 26.06. // Canggu
Sandra verpennt ihren Surfkurs. Zugegeben absichtlich. Mein Rücken fühlt
sich an, als hätte ich 30 Palmenstämme über die ganze Insel geschleppt.
Ich habe Urlaub, Urlaub soll nicht weh tun. Deswegen werden die
“Sandra”-Rufe ignoriert und schön bis halb eins gepennt. Einstweilen
lassen Anna und Julie sich die Nägel machen, schön mit Ausblick auf
einen ins Reisfels pinkelnden Bauer. Was soll’s, machen die
Kartoffel-Bauern sicher nicht anders. Der Hahn hält auch um 14.30 noch
nicht die Klappe. Als er heute morgen vor der Tür stand, bot ich Anna
Freigetränke für den ganzen Urlaub, falls sie ihm den Gar aus macht.
Aber nein, noch überwiegt die Tierliebe der Liebe zum Alkohol. Noch …
Ein Tag voller schlafen, rumliegen, schlafen, am Massagetisch rumliegen, schlafen und schlafen. Vor dem Essen werde ich zur Surf-Mum unserer kleinen ango-indonesischen Mitbewohnerin ernannt. Und so schnell hat man Kinder. Am Nightmarket beschließen Anna und Julie zum Vegetarismus zu konvertieren, wird dort doch tatsächlich Fleisch und Fisch verkauft. Zwischen dem Gemüse, roh, man ist schockiert. Aber zu McDonalds kann man gehen, die lassen jeden Brocken Fleisch von glücklichen, deutschen Hühnern importieren. Mhm. Anna kauft Früchte. Goldene Früchte wie sich herausstellte. Nach einem Verhandlungserfolg von 50.000 auf 45.000 zeigen wir Mr. Clawfinger unsere Ausbeute. Der sich daraufhin köstlich und schallend lachend amüsiert, die Tüte Obst wäre max. 20.000 wert. Egal, das geht alles aufs Gute-Kharma-Konto. Für den mitternächtlichen Fruchtsnack holt Anna noch ein Schlachtermesser, das uns auch sicher bei dem krähenden Störefried von nebenan gelegen kommen wird.
| Der heimische Pool |
| Kokosnuss. Schmeckt wie Wasser, das 10 Jahre in der Sonne stehen gelassen wurde. |
| Köstlichkeiten vom Night Market |
Mittwoch, 27.06. // Ubud
Die erste Nacht ohne Hahnengeschrei. Ob die Androhung der Exekution durch Frau Bischoff ihn angstvoll verstummen ließ?
Kuschelrock im Taxi nach Kuta. Anna und Julie trällern von der Rückbank
die Pop-Balladen von Bryan Adams und Jamie McNeill. Eine “teure”
Taxifahrt später sitzen wir im Busterminal beim wohl verdienten Bintang.
| Zu Ihrer Linken: Mr. Ian & Mr. Florian |
| Julie in love |
| Im Bus nach Ubud |
| Kuta Rush Hour |
| Der Haustempel fürs gute Kharma. |
Im Bad begrüßt uns Claudia, die Kakerlake. Julie und Anna reden über
Ofenkartoffel, Jim Block, Griechen und Pizza Hut. Nachdem hysterisch
über Hundezwinger-Gestank, kleine Ameisen, vermeintliche Blutflecken am
Laken und Ganzkörper-Schlafanzüge gekreischt wurde. Ich schließe den Tag
mit einem Zitat von Frau Neill: “Ey, pfui deibel, ey!”
Donnerstag, 28.06. // Ubud
Kein Hahn, kein Gesang, keine Hunde … diese Stille, unerträglich. Trotz
Claudia und Konsorten überstehen wir die Nacht gut. Ubud begrüßt uns mit
Shietwetter. Zum Frühstück gibt’s Früchte, Eiersandwich und
Essens-Gezeter. Nach dem gefühlten 1.300sten “nänänä” wirft Frau Pirker
den sprichwörtlichen Hut und besorgt “richtigen” Kaffee. Gutes Kharma
für mich. Merke: in Zukunft gibt’s nur noch Cluburlaub in der Türkei.
Auf in den Monkey Forest. Ich treffe meinen Affenfreund und nenne ihn Fred. Wir kommen prima miteinander aus … bis er mich in den Finger beißen will. Schluss mit der Freundschaft Kumpel, so nicht. Aber so ein Affenleben ist nciht schlecht, essen, rumsitzen, manchmal Touristen ärgern, herrlich. Nach einem Lunch machen wir Kultur. Also, 5 Minuten durchs Museum laufen, 45 Minuten im Bambus-Chillout rumhängen, so gefällt uns das.
Auf in den Monkey Forest. Ich treffe meinen Affenfreund und nenne ihn Fred. Wir kommen prima miteinander aus … bis er mich in den Finger beißen will. Schluss mit der Freundschaft Kumpel, so nicht. Aber so ein Affenleben ist nciht schlecht, essen, rumsitzen, manchmal Touristen ärgern, herrlich. Nach einem Lunch machen wir Kultur. Also, 5 Minuten durchs Museum laufen, 45 Minuten im Bambus-Chillout rumhängen, so gefällt uns das.
| Frauen tragen Zement, Männer stehen rum. |
| Auf in den Monkey Forest. |
| Flauschi, Flauschi, Flauschi!!! |
| Frau Neill wird attackiert. |
| Ein "Museum" nach unserem Geschmack. |
Legong Barong Dance. Dünne, kleine Balinesinnen verdrehen ihre Gliedmaßen und zucken mit leeren, toten Augen. beim Anblick dieser Klappergestelle bekomme ich nur noch mehr Hunger. Gut, die Bali-Figur verschieben wir offiziell auf nach Bali. Und nach dem Jim Block Revival-Dinner. Und dann … endlich Burger! Wir kosten die lokalen Spezialitäten: Veggie Burger und Apple Pie. Ian wird kurzerhand zu Annas Daddy umerkoren.
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