Pünktlich macht man sich auf zum Frühstück. Fertig gepackt, geschniegelt und gestriegelt sagen wir den Claudias im Badezimmer Lebewohl und warten den Taxifahrer. Warten. Und warten. Doch der Freund taucht nicht auf. Kurzerhand mit eiserner Handelsmiene organisiere ich einen neuen. Auf zum Airport.
Dort der erste Strich durch die Rechnung: Gepäck kann erst 3 Stunden vor Abflug eingecheckt werden. Frau Pirkers Reizlevel steigt auf 2. Also zum Locker, wo man gleich für 2 Stunden einen ganzen Tag bezahlen muss. Reizlevel 4. Bei Starbucks serviert man mir den Soja Latte, ich erleide einen Zuckerschock. Was auch beim neu gemachten nicht besser wird, mittlerweile pfaucht es mir schon aus den Ohren.
Schließlich finden wir einen Taxifahrer, der nicht 100.000 für 1,5 km Weg möchte. Wir steigen ein, in freudiger Erwartung auf einen letzten Shoppingtrip und nach ein paar Metern verfalle ich ihn Panik: mein Kindle samt Pass ist weg! Nicht im Beutel, nirgendwo! Wir machen einen rasanten U-Turn, zurück zum Flughafen, völlig in Panik aufgelöst renne ich zurück zu Starbucks. Auch dort kein Pass. Anna bleibt ruhig, während ich mich , den Tränen äußerst nahe, schon allein zurück gelassen in Kuta sehe, in den tröstlichen Armen eines Kuta-Cowboys liegend. Ich gehe zur Gepäckabgabe, um meinen Rucksack zu durchsuchen, wo ich den Pass SICHER NICHT reingetan habe. Und, da ist er! Ich fasse es nicht, ich habe tatsächlich 3 Wochen überstanden, ohne etwas verloren oder mir gestohlen zu haben. Darauf erstmal ein Cold Stone Eis, ein Gin Tonic und 30 Nerven-Zigaretten.
Wir heben ab. Tschüß ihr Claudias, wir sehen uns im nächsten Leben.
| Der heilige Pass. |
| Unsere Opfergabe im Flugzeug für ein funktionierendes Entertainment-System. |
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