Guten, frühen Morgen Padangbai. Nach einer Nacht, in der mich nur ein paar Alibi-Zentimeter Matratze vom Fußboden trennten, erwache ich, sanft geweckt vom Gestampfe meiner Mit-Matratzenlager-Bewohner. Man muss sie einfach lieben, die Leute!
Das indonsische Verständnis für Zeit kommt uns sehr gelegen. Bei einer geplanten Bootsabfahrt um 13.00 kann man direkt noch zwei Bintangs trinken, bis man um 14.45 dann doch mal den Hafen verlässt. Es entstehen legendäre Songs wie “Schweiß ist Schweiß, nanananana”. Bei dezentem Wellengang fetzt das Boot Richtung Gili Trawangan. Dieselgeruch und kollektives Gekotze der Mitpassagiere runden das Erlebnis der balinesischen Seefahrt ab. Angekommen auf Trawangan machen wir uns auf mühsame Hotelsuche. Anna und Julie regeln das, während meiner einer mit den Locals Freundschaft schließt. A new friend every day.
Und wieder ein neuer friend. Nach Pizza, Cocktails und Live Musik landen wir zurück im Hotel Koi Gili, auf eine letzte Zigarette. Was zu 200 letzten Zigaretten wird. Während sich Anna und Julie zu den Deutschen gesellen (die finden sich aber auch immer) lerne ich Ace kennen, zwei Stunden Gequatsche später bin ich um einiges Wissen reicher: Lombok heißt auf Deutsch Chili, denn ihre Bewohner sind klein und stark. Auf Lombok spricht man Sasa. Guten Morgen heit Badam Salim (oder so ähnlich, wahrscheinlich ganz anders). Na dann Badang Mala.
Nachtrag: Guten Morgen heißt Selamat padin. Na ja, fast.
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