Freitag, 29.06. // Ubud

Zum Frühstück gibt es überraschenderweise: Banane. Das kann die Stimmung zwar nicht heben, aber bringt mich zu der Weisheit, dass wir alle Morgenbananen sind: ungenießbar, bis man sich langsam geschält hat.

Heute ist Kultur-Intensivkurs. Die fabulösen Fünf starten los ins Countryside von Bali. Die Reisterassen bringen uns schließlich allen ein ernstes Lächeln ins Gesicht. Mit Ian und Florian wage ich den Abstieg ins Tal. Was natürlich bedeutet, man muss auch wieder raufgehen. Dumme Idee.

   








Nächster Stopp: Rocky Temple. Der Sarong kleidet uns alle ganz ausgezeichnet, 300 Stufen später stehen wir inmitten alter Gemäuer, wo alle 6 Monate den Göttern gehuldigt wird. Allerdings wird dieses auch jeden Tag im familieneigenen Tempel getan. Da wundert es einen doch, dass die Götter noch keine chronische Augenentzündung vom ständigen Räucherstächen-Dunst haben.

Ich finde, wir können das tragen.

Anna bespritzt Ian mit gutem Kharma.






In diesen Käfigen werden Hähne bis zu 6 Monate gehalten, um sie aggressiv genug für den Hahnenkampf zu machen.
Holy Springs Temple. Touristenmassen. hier kann man sich seine schlechten Träume wegwaschen. Ein Blick ins Becken und danke, ich verzichte. Nichts, was ein guter Nightcap nicht richten könnte.









Coffee Plantation. Botanik-Kunde mit anschließendem Kaffee- und Teesampling. Alles äußerst lecker, auch der Luwak Coffee, der teuerste Kaffee der Welt, auch Kack-Kaffee genannt. Fermentiert durch das Verdauungssystem des Luwak, sehr proteinreich … und schmackhaft. Ich glaube, ich klau mir so eine Flausch und produzier das selbst. Julie bekommt das Jobangebot, zum selber Kaffee-Auskacken, ein Blondie Coffee Roast sozusagen.


Kack-Kaffee … LECKER!



Essen mit Blick auf den Mount Batur. Im Touristennepp-Lokal schlechthin schlagen wir uns die Bäuche natürlich viel zu voll.


Den nächsten Tempel lassen Anna, Julie und ich aus, genug des Götter-Stalkings. Mittlerweile haben Anna und Julie sich gemeinsam zur mobilen Kuschelrock-Jukebox gewandelt und schmettern quer durch Bali ein I JUST CALLED, TO SAY, I LOOOOOOVE YOOOOUUUUU!

Die Reise geht weiter, die menschliche Playlist springt auf BONGO BO. Das “typical traditional village” ist eher ein Disneyland als das versprochene “real Bali”. Anna und Julie crashen eine Hochzeit, kommen aber gerade noch ledig davon.




Und nun, nach dem Cultural Overkill genieße ich meinen Espresso Shake, lausche den zwei Indianern mit den schönen Haaren am Nebentisch beim Gitarre zupfen und denke mir, Himmelherrgottseidank gibt es in Hamburg keine Moskitos.




Abends auf der Terrasse mit den üblichen Verdächtigen plus Dürum, dem Holländer von nebenan. Die Bingtans fließen. Gottseidank ist Julie nicht im Bürgersteig-Loch von Ubud verschwunden, sonst würde tatsächlich noch Bier über bleiben müssen. Der Hunger treibt uns ins Warung Schnitzel, geführt von einem Australier und einer Philipina. Daher also der Name, ah jo. Mehr Bintang. Was schließlich auf der Buben-Terrasse fortgeführt wird. Mit Bier und Gesprächen zur allgemeinen Weltsituation und wie wir es alle nicht besser machen halten wir die gesamte Nachbarschaft wach. Und wieder schlechtes Kharma.




Ausblick von unserer Terrasse

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen