Sonntag, 24.06. // Canggu, Eco Beach

CANGGUU, 00:30

Endlich Bali. Es ist dunkel, die Hunde bellen, die Hähne krähen, wir werden von herunterfallenden Pflaumen attackiert, aber endlich Bali. Stunden zuvor begrüßt uns Frau Neill mit einem strahlenden Lächeln und einem Schrei, der ¾ von Asien in Aufruhr versetzt, in Singapur. Das Gepäck versorgt geht es erstmal, natürlich, zu einem Drink. Bei 90 % Luftfeuchtigkeit feiern wir unser Wiedersehen mit Harry’s Bier, einer Zigarette und natürlich dem Magic Mushroom.

Julie fliegt ab, Anna und Sandra bleiben zurück am Flughafen mit den wohl hässlichsten Teppichen der Welt. Kaffee, Kuchen, Prosecco und Fressen später sitzen wir am Gate und schauen Boybands, die wie Girlbands aussehen, zu. Und ich für meinen Teil liebe das hier jetzt schon. Sie sind alle so groß wie ich. Nein, kleiner. Ich bin der Dirk Novitzki von Indonesien.

Im Flugzeug die Erkenntnis, wir sprechen perfekt Indonesisch, der Pilot sagt: Meine Damen und Herren, blablabla, landen, tschüß. Besser als 32 Centigrade! Am Denpasar’ Flughafen will man mir den kleinen Gin abluchsen, aber nichts da, I need it. Wir kommen raus und wer steht mit Willkommensschild da: Frau Neill! Auf die Gute wurde vergessen und so wartete sie brav mit dem Abholservice 3 Stunden auf uns. Unser Chauffeur, liebevoll Clawfinger getauft bringt uns mit kreativer StVo-Interpretation sicher ans Ziel. Hier sitzen wir nun, nach 28 Stunden Anreise, beim 5. Gin Tonic und schöner als hier kann’s im HImmel gar nicht sein. Schorsch, der Gecko frisst die Moskitos und wir stimmen an zum: Da simma dabei, das is prima, Viva Balinesia!

Nachtrag: Cortison Creme eignet sich nicht als Zahncreme. Bäh!

Zitat: Wieviele Scheiß-Früchte kann so ein Baum eigentlich haben? Irgendwann ist das Kontingent doch aufgebraucht.




Der Baum, der uns mit Früchten attackierte.







ECHO BEACH, 15.30

Der erste richtige Bali-Tag beginnt wie vorgesehen: teilweise über der Kloschüssel, embryonal gestellt im Bett, mit Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen. Muss an der Hitze und der feuchten Luft liegen Es ist ja nicht so, als hätten wir gestern eine Flasche Gin geleert. Oh warte. egal. Beim späten Frühstück liest uns Nunung jeden Wunsch von den kleinen Augen ab, vor allem Anna wird ihrem Königinnen-Status gerecht. Die Balinesen liegen Frau Bischoff. Am Strand stolzieren die Bali-Boys, ich leg mich erstmal schlafen.

So, zwei Tage hier und schon den Pilz-Dealer ausgemacht. Nunung, unser immer hysterisch gut gelaunter Hotelmanager wird hellhörig, als Anna “Magic Mushrooms” ausspricht. Plötzlich springt er wie ein Flummi auf und ab und quietscht was von crazy und dass er ja angeblich vor Jahren damit aufgehört hätte. Wir haben da so unsere Zweifel. Jedenfalls bietet er sogleich an, morgen einen mitzubringen und ihn Anna ins Omelette zu schnibbeln. Mahlzeit.

Eco Beach

Der Krebs Nepomuk


I want to be a millionaire, so freakin' bad


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